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ZUR GESCHICHTE: Sassetta, eine toskanische Gemeinde der
Provinz von Livorno, liegt nördlich vom Monte Calvi auf
einem Hügel zwischen dem Corniatal und dem tiefen Tal
der Sternia, die in den Fluß Cecina mündet. Die bergige
Umgebung ist reich an Kastanienwäldern und natürlichen
Weidegegenden. Das milde Klima, die Landschaft, die Nähe
zum Meer und zu den großen Verbindungsstraßen machen es möglich,
im Urlaub die Vorteile einer Hügellandschaft und die des Meers
miteinander zu verbinden.
Die Ursprünge dieses Ortes reichen in alte Zeit zurück:
die ältesten Dokumente, in denen er erwähnt wird,
stammen aus dem 11.Jhd. Das Kastell von Sassetta gehörte
im 11.Jhd. zum Herrschaftsbereich der pisanischen Familie Orlani,
die später nach dieser Gegend benannt wurde, und war
damals nicht unbedeutend. Die Herrschaft der Familie Orlani von
Sassetta dauerte bis 1516: 1516 wurden die Orlani von der Republik
Florenz, unter deren Oberhoheit sie gekämpft hatten, zu Rebellen
erklärt und verloren folglich, zusammen mit der Herrschaftsgewalt,
auch die Güter und das Kastell von Sassetta. Nachdem die Medici
an die Macht gekommen waren, verteilten sie ihre Lehnsgüter neu,
und gewährten dieses Lehen verschiedenen Schützlingen,
bis es schließlich endgültig der Familie Montalvo Ramirez
zugestanden wurde. Sassetta unterlag all den Veränderungen,
die im Lauf der Geschichte erst die Medici und dann die Lothringer
betrafen. 1836 wurde die Gemeinde Sassetta der Provinz von Grosseto
angegliedert, zu der sie mehrere Jahre gehörte, bis sie dann
zunächst der Provinz von Pisa und schließlich der von Livorno
zugeschlagen wurde. Das Wappen dieser alten toskanischen Gemeinde
entspricht der folgenden Blasonierung: rot, der silberne Turm mit
zwei Zinnen gekrönt und gefenstert. Kunstliebhaber können
in der Kirche vom Hl. Apostel Andreas einen romanischen Taufbrunnen
mit dem Wappen der Orlandi von Sassetta und ein künstlerisch
sehr wertvolles Tafelbild der Gottesmutter Maria, das von einem
unbekannten Maler aus dem 15. Jhd. geschaffen wurde, bewundern.
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